Travel 7 Minuten 17 April 2026

Fine Dining an den ungewöhnlichsten Orten der Welt

In diesen äußerst originellen Restaurants des MICHELIN Guide glänzt nicht nur das Essen. Vom Meeresgrund bis zur Mitte des Eiffelturms – dies sind 13 der außergewöhnlichsten Restaurants der Welt.

Für viele Menschen bedeutet Essen gehen nicht nur, außergewöhnliche Gerichte zu entdecken. Es geht auch darum, ein herausragendes Erlebnis zu haben, etwas, das sich wirklich besonders und außergewöhnlich anfühlt. Wir haben eine Liste mit Restaurants aus dem MICHELIN Guide zusammengestellt, die Sie unbedingt besuchen sollten. Sie befinden sich an unerwarteten Orten und werden Ihnen garantiert lange in Erinnerung bleiben. Sie sind über den ganzen Globus verteilt und verbinden erstklassige Küche mit einer außergewöhnlichen Kulisse.


Europa

Under, Lindesnes, Norwegen

Rund 18 Fuß unter der eisigen Nordsee liegt Under – Europas erstes und zugleich größtes Unterwasserrestaurant der Welt. Es beeindruckt schon bei der Ankunft: Untergebracht in einem markanten, halb versunkenen Bau, wirkt es, als sei es von der felsigen Küste ins Meer geglitten. Sofort wird klar: Hier erwartet Sie kein gewöhnliches kulinarisches Erlebnis.
Betritt man den Speisesaal unter Wasser, fällt der Blick direkt auf ein 36 Fuß breites Panoramafenster, das wie eine lebendige, vom Meer inspirierte Kunstinstallation wirkt. Wenig überraschend spielt Seafood die Hauptrolle in der mit einem MICHELIN Stern ausgezeichneten Küche.

Das atemberaubende, halb versunkene Gebäude macht Under zu einem der außergewöhnlichsten Orte weltweit, an denen man essen kann. © Stian Broch/Under
Das atemberaubende, halb versunkene Gebäude macht Under zu einem der außergewöhnlichsten Orte weltweit, an denen man essen kann. © Stian Broch/Under

Alchemist, Kopenhagen, Dänemark

Alchemist einfach nur als Restaurant zu bezeichnen, wird ihm kaum gerecht. Vielmehr handelt es sich um eine immersive Reise, bei der die Küche von Rasmus Munk zum Medium für Kunst, Wissenschaft und gesellschaftliche Reflexion wird.
Das Dinner entfaltet sich wie eine theatralische Inszenierung: Die technisch brillanten Gerichte sind in Akte gegliedert und verteilen sich auf verschiedene Räume – von einer planetariumsähnlichen Kuppel bis hin zu einem steril anmutenden Operationssaal. Es erwartet Sie ein ebenso anregendes wie mitunter herausforderndes Erlebnis, das Themen wie Klimawandel, Ethik und die Zerbrechlichkeit des Menschen aufgreift. Es ist ein Fest für alle Sinne – und ebenso für den Verstand.

Dank seiner einzigartigen Lage und der kreativen Küche gibt es kein Restaurant, das dem Alchemist wirklich gleicht. © Claus Bech Polsen/Alchemist
Dank seiner einzigartigen Lage und der kreativen Küche gibt es kein Restaurant, das dem Alchemist wirklich gleicht. © Claus Bech Polsen/Alchemist

Eatrenalin, Rust, Deutschland

Es gibt viele Möglichkeiten, das Konzept hinter Eatrenalin zu beschreiben, doch „futuristisch“ trifft es wohl am besten. Wer die zweistündige „Eatrenalin Experience“ bucht, wird auf schwebenden Sesseln durch eine Abfolge thematisch gestalteter Welten und Räume geführt.
In jeder dieser Stationen probieren die Gäste Aperitifs und kreative Gerichte – mit Zutaten wie Anis, Kampot-Pfeffer oder sogenannten „Moon Shoots“ –, die jeweils die Atmosphäre des Raumes widerspiegeln. Die Reise beginnt in der Lounge und endet stilvoll an der Bar, begleitet von DJ-Musik, Champagner und Cocktails.

Im Eatrenalin werden Sie auf hochmodernen „floating charis“ durch verschiedene thematisch gestaltete Welten und Räume geführt. © Eatrenalin
Im Eatrenalin werden Sie auf hochmodernen „floating charis“ durch verschiedene thematisch gestaltete Welten und Räume geführt. © Eatrenalin

ice Q – Sölden, Österreich

Auf über 3.000 Metern Höhe, in einer der eindrucksvollsten Gebirgsketten der Ostalpen, erhebt sich ice Q wie ein gläserner Eiskubus aus der Schneelandschaft.
Dieser markante Bau aus Glas und Stahl, der 2013 eröffnet wurde, gilt als Meisterwerk zeitgenössischer alpiner Architektur. Seine spektakuläre Gestaltung blieb auch Hollywood nicht verborgen: Er diente als Drehort für den James-Bond-Film Spectre. Für Fans des ikonischen Geheimagenten ist nur wenige Schritte entfernt zudem eine eigene, vom Film inspirierte Installation zu sehen.
Das Restaurant, eines der höchstgelegenen der Welt, bietet ein unvergleichliches Panoramaerlebnis. Durch seine bewusst ausgerichtete Architektur eröffnet sich ein atemberaubender Blick auf Gletscher und die Dolomiten.

Auf über 3.000 Metern über dem Meeresspiegel eröffnet die Glasstruktur einen weiten Panoramablick auf die Alpen. © Rudi Wyhlidal/ice Q
Auf über 3.000 Metern über dem Meeresspiegel eröffnet die Glasstruktur einen weiten Panoramablick auf die Alpen. © Rudi Wyhlidal/ice Q

Locanda Don Serafino, Ragusa, Italien

Locanda Don Serafino liegt in Ibla, dem malerischen historischen Zentrum von Ragusa. Gerne wird es von oben fotografiert – doch ein Besuch in dem mit einem MICHELIN Stern ausgezeichneten Restaurant eröffnet eine völlig neue Perspektive auf diese geschichtsträchtige Stadt Siziliens: Das Lokal ist in eine Höhle am Fuß des Hangs hineingebaut, auf dem sich die Altstadt erhebt.
Trotz dieser dramatischen Kulisse wirkt hier nichts rustikal. Der Service und das Tafelgeschirr sind raffiniert, die Atmosphäre ist romantisch, und die Küche zählt zu den spannendsten der Insel.

Locanda Don Serafino liegt an der Ringstraße, die um Ibla führt – einem der charmantesten und malerischsten historischen Orte Siziliens. © Airworks/Locanda Don Serafino
Locanda Don Serafino liegt an der Ringstraße, die um Ibla führt – einem der charmantesten und malerischsten historischen Orte Siziliens. © Airworks/Locanda Don Serafino

Aponiente, Andalusien, Spanien

Das Konzept des Aponiente, untergebracht in einer Mühle aus dem 19. Jahrhundert und erweitert in die umliegenden Marschlandschaften, widmet sich Produkten, die direkt der Natur entstammen.
Über hölzerne Stege gelangen die Gäste in von den Gezeiten durchzogene Kanäle, wo sie das Team dabei beobachten können, wie es in Echtzeit Zutaten sammelt, fischt oder vorbereitet: Garnelen, Wolfsbarsch, blaue Krabben und Pflanzen aus dem Marschland.
Das Herz des gastronomischen Erlebnisses entfaltet sich mitten im Sumpfgebiet, wo die Gäste ein anspruchsvolles Degustationsmenü genießen, geprägt von sorgfältig komponierten Kombinationen und neuartigen Techniken sowie ungewöhnlichen Zutaten wie Beifang-Fisch, Meeres-Charcuterie, Plankton und marinen Getreiden.

Holzplattformen ragen in das Marschland hinein, wo Zutaten direkt vor Ort verarbeitet und zubereitet werden – ein Ansatz, der die enge Verbindung des Aponiente zu seiner Umgebung eindrucksvoll unterstreicht. © ALVARO FERNANDEZ/Aponiente
Holzplattformen ragen in das Marschland hinein, wo Zutaten direkt vor Ort verarbeitet und zubereitet werden – ein Ansatz, der die enge Verbindung des Aponiente zu seiner Umgebung eindrucksvoll unterstreicht. © ALVARO FERNANDEZ/Aponiente

Enigma, Barcelona, Spanien

Hinter einer unscheinbaren Fassade in einem zentralen Viertel Barcelonas verbirgt sich ein Interieur von radikalem Design, in dem die Decken wie graue Wolken über silbernen und transparenten Modulen zu schweben scheinen. In dieser futuristischen Umgebung bietet das Enigma ein einziges Degustationsmenü an, das die Grenzen gastronomischer Ausdrucksformen auslotet – mit einer Vielzahl anspruchsvoller Techniken, von der Gefriertrocknung bis zur Zubereitung mit flüssigem Stickstoff direkt vor den Augen der Gäste.
Küchenchef Albert Adrià, der die spanische und internationale Gastronomie seit den 1980er-Jahren maßgeblich geprägt hat, steht hinter diesem Konzept.

Unter wolkenartigen Decken werden hochentwickelte Techniken sichtbar eingesetzt und prägen so das Erlebnis bei Enigma. © Pepo Segura/Enigma | © Moisés Torné/Enigma
Unter wolkenartigen Decken werden hochentwickelte Techniken sichtbar eingesetzt und prägen so das Erlebnis bei Enigma. © Pepo Segura/Enigma | © Moisés Torné/Enigma

Canfranc Express, Aragon, Spanien

Im Inneren eines restaurierten nostalgischen Waggons der historischen Estación Internacional de Canfranc, erbaut im Jahr 1928, lässt Canfranc Express die Atmosphäre klassischer europäischer Eisenbahn-Gastronomie in einem intimen Rahmen mit nur drei Tischen wiederaufleben.
Das Erlebnis beginnt bereits am Bahnsteig und setzt sich mit einem Aperitif im Original-Speisewagen fort, wo die Gäste mehr über die Rolle des Bahnhofs während des Zweiten Weltkriegs erfahren. In der Küche präsentiert Küchenchef Eduardo Salanova ein einziges, sich entwickelndes Degustationsmenü, das aragonesische Traditionen mit subtilen französischen Einflüssen neu interpretiert.
Details wie Vorspeisen, die aus einem Koffer serviert werden, setzen die Reiseerzählung fort, während jedes Element – vom Geschirr über die Uniformen bis hin zur Beleuchtung – sorgfältig auf den historischen Kontext des Ortes abgestimmt ist.

Im Inneren eines restaurierten Waggons präsentiert Chef Eduardo Salanova ein regelmäßig wechselndes Degustationsmenü, das aragonesische Traditionen neu interpretiert. © Canfranc Express
Im Inneren eines restaurierten Waggons präsentiert Chef Eduardo Salanova ein regelmäßig wechselndes Degustationsmenü, das aragonesische Traditionen neu interpretiert. © Canfranc Express

Casa de Chá da Boa Nova, Porto, Portugal

Direkt auf den Felsen des Boa-Nova-Strandes in Leça da Palmeira gelegen, befindet sich das Casa de Chá da Boa Nova in einem denkmalgeschützten Gebäude, das als nationales Monument ausgewiesen ist.
Während des Service werden die Schiebefenster geöffnet und lassen die Meeresluft sowie das Rauschen des Atlantiks in den Raum strömen, wodurch die Umgebung selbst zu einem festen Bestandteil des Erlebnisses wird. In der Küche präsentieren die Köche Rui Paula und Catarina Correia eine stark auf Meeresfrüchte ausgerichtete Küche in Form eines Degustationsmenüs mit bis zu 21 Gängen, inspiriert von Os Lusíadas, dem Epos über die Abenteuer des portugiesischen Entdeckers Vasco da Gama.
Die Gerichte nutzen moderne Techniken, um die Vielfalt und den Charakter des atlantischen Fischs und der Schalentiere hervorzuheben.

Schiebefenster öffnen sich zum Atlantik und lassen die Meeresbrise sowie das Rauschen der Wellen direkt in den Speisesaal strömen. © Casa de Chá da Boa Nova
Schiebefenster öffnen sich zum Atlantik und lassen die Meeresbrise sowie das Rauschen der Wellen direkt in den Speisesaal strömen. © Casa de Chá da Boa Nova

Le Jules Verne, 2nd Floor of the Eiffel Tower, Paris, Frankreich

Im zweiten Stock des Eiffelturms gelegen, ist Le Jules Verne in mehrfacher Hinsicht ein Meisterwerk technischer Raffinesse. Zunächst erlebt man die Ingenieurskunst von Paris’ ikonischem Wahrzeichen aus nächster Nähe, verbunden mit einem atemberaubenden Blick aus rund 380 Fuß Höhe über der Stadt.
Hinzu kommt die Herausforderung, eine mit zwei MICHELIN Sternen ausgezeichnete Küche in einem Raum mit begrenzter Fläche und Lagerkapazität zu betreiben. Das Ergebnis ist ein sich stetig weiterentwickelndes Menü des Küchenchefs Frédéric Anton, das Kreativität und Saisonalität auf höchstem Niveau in den Mittelpunkt stellt.

Im Le Jules Verne nimmt das Interieur des Speisesaals gestalterisch Bezug auf die Struktur des Eiffelturms. ©  Marie-Line Sina/Le Jules Verne
Im Le Jules Verne nimmt das Interieur des Speisesaals gestalterisch Bezug auf die Struktur des Eiffelturms. © Marie-Line Sina/Le Jules Verne

Nordamerika

Nōksu, New York

In einer New Yorker U-Bahn-Station zu essen, klingt zunächst unwahrscheinlich, doch Nōksu macht genau daraus ein spannendes Erlebnis. Das innovative, auf Seafood ausgerichtete Restaurant in Koreatown unter der Leitung von Chef Dae Kim ist hinter einer codegesicherten Tür unter dem Herald Square verborgen.
Im Inneren erwartet die Gäste ein eleganter Tresen aus schwarzem Marmor, an dem jeder Platz freie Sicht auf die arbeitenden Köche bietet. Besonders hervorzuheben ist die Signature-Spezialität der trocken gereiften Taube, die am Tisch in einem dramatischen, von Peking-Ente inspirierten Ritual zubereitet wird – begleitet vom nostalgischen Klang von Musik aus den 1980er-Jahren.

In einer U-Bahn-Station gelegen, gilt Nōksu zugleich als eines der besten koreanischen Restaurants in New York City. © Brynne Levy/Nōksu
In einer U-Bahn-Station gelegen, gilt Nōksu zugleich als eines der besten koreanischen Restaurants in New York City. © Brynne Levy/Nōksu

Asien

Born, Singapur

Im historischen Jinrikisha Station in Singapur zu speisen, wirkt zunächst ungewöhnlich – doch Born verwandelt diesen ehemaligen Rikschahub aus dem Jahr 1903 in einen eindrucksvollen Dining Room, der von einer schwebenden Skulptur geprägt ist, die von der Decke herabhängt.
Unter einem hohen Glasdach und eingerahmt von skulpturalen Bögen entsteht die Bühne für das neungängige Degustationsmenü von Küchenchef Tan, das sich am „Circle of Life“ orientiert. Dieses Konzept entfaltet sich über neun Leitprinzipien: Geburt, Wurzeln, Erinnerungen, Handwerk, Beziehungen, Wandel, Zeit, Fortschritt und Vermächtnis.

Unter einer schwebenden Skulptur und von Bögen geprägten Innenräumen entfaltet sich das neungängige Menü des Born nach der „Circle of Life“-Philosophie des Küchenchefs. © Owen/Born
Unter einer schwebenden Skulptur und von Bögen geprägten Innenräumen entfaltet sich das neungängige Menü des Born nach der „Circle of Life“-Philosophie des Küchenchefs. © Owen/Born

Tin Lung Heen, Hong Kong

Hoch über der Stadt im 102. Stock des The Ritz-Carlton Hong Kong gelegen, zählt das Tin Lung Heen zu den höchstgelegenen Restaurants der Welt.
Die Panoramafenster eröffnen einen unverbauten Blick auf den Victoria Harbour und die Skyline von Hongkong. Von Tageslicht durchflutet, wirkt der Speisesaal – mit in Redwood gefassten Fensterrahmen und einer zeitgenössisch-asiatischen Gestaltung – nach Einbruch der Dunkelheit vollkommen verwandelt und zeigt ein Panorama, das zugleich lebendig und zeitlos ist.
In der Küche werden klassische kantonesische Gerichte auf höchstem Niveau gepflegt, darunter langsam gekochte Hühnersuppe mit Fischflossen in Kokosbrühe sowie honigglasiertes Char Siu.

Vom Boden bis zur Decke reichende Fenster eröffnen den Blick auf den Victoria Harbour, während raffinierte kantonesische Gerichte wie honigglasiertes Char Siu das kulinarische Angebot des Tin Lung Heen prägen. © Tin Lung Heen
Vom Boden bis zur Decke reichende Fenster eröffnen den Blick auf den Victoria Harbour, während raffinierte kantonesische Gerichte wie honigglasiertes Char Siu das kulinarische Angebot des Tin Lung Heen prägen. © Tin Lung Heen

HAJIME, Osaka, Japan

Auf den ersten Blick deutet wenig darauf hin, dass HAJIME-Chef und Inhaber Hajime Yoneda früher als Systemingenieur tätig war. Schaut man jedoch genauer hin, offenbart sich seine frühere Laufbahn in der gastronomischen Reise, die er für seine Gäste gestaltet.
Im Zentrum steht das Thema „ein Dialog mit der Erde“, über das Yoneda die wechselnden Jahreszeiten durch seine ganz eigene Perspektive interpretiert und erzählerische Botschaften in seine Küche einwebt.
Die Hausspezialität Chikyu – „die Erde“ – erzählt von der Fülle der Natur, geformt durch die Zyklen von Bergen und Ozean, alles auf einem einzigen Teller.

Jedes Gericht im HAJIME wird mit einer ebenso schönen wie raffinierten Präsentation serviert, die zur eindrucksvollen Gesamtinszenierung des Hauses passt. © Hajime
Jedes Gericht im HAJIME wird mit einer ebenso schönen wie raffinierten Präsentation serviert, die zur eindrucksvollen Gesamtinszenierung des Hauses passt. © Hajime

Shigetsu, Kyoto, Japan

Shigetsu ist so nah dran, wie man dem Essen eines buddhistischen Mönchs an einem UNESCO-Welterbe-Ort kommen kann.
Das Restaurant befindet sich im Tenryu-ji Temple im alten Kyoto und serviert Shojin Ryori – eine vegetarische Küche, die tief in der buddhistischen Askese verwurzelt ist.
Die Gäste knien oder sitzen im Schneidersitz auf Tatami-Matten, während die Speisen sorgfältig auf niedrigen Tischen vor ihnen angerichtet werden. Die ruhige, beinahe meditative Umgebung spiegelt den tieferen Sinn der Mahlzeit wider: Shojin Ryori soll weltliche Begierden beruhigen, die Seele reinigen und spirituelle Erleuchtung fördern.

Shigetsu befindet sich in einem buddhistischen Tempel in Kyoto, was seinen achtsamen Zugang zur Gastronomie deutlich widerspiegelt. © Shigetsu
Shigetsu befindet sich in einem buddhistischen Tempel in Kyoto, was seinen achtsamen Zugang zur Gastronomie deutlich widerspiegelt. © Shigetsu

Yong, Guangzhou, China

Wie man es von einem Restaurant in einem historischen Gebäude im traditionsreichen Stadtteil Dongshankou in Guangzhou erwarten würde, verfügt Yong über eine museumsreife Sammlung antiker chinesischer Porzellane und weiterer Essutensilien, gefertigt von lokalen Kunsthandwerkern.
Nach dem Durchschreiten des eindrucksvollen Steinbogens am Eingang öffnet sich hinter einer hölzernen Tür eine Art Galerie mit Artefakten. Der Speisesaal befindet sich im ersten Stock, wo sich das Restaurant auf Sichuan-Küche spezialisiert hat: handgemachte goldene Nudeln, dick und geschmeidig, serviert in einer kräftigen Brühe aus gereiftem Huhn, Entenfleisch und Schinken. Der Geschmack ist intensiv konzentriert und macht das Gericht zu einem echten Klassiker.

Der imposante Steinbogen des Yong sorgt für ein ungewöhnliches Ambiente beim Essen. © 李泉(Sam Lee)/Yong
Der imposante Steinbogen des Yong sorgt für ein ungewöhnliches Ambiente beim Essen. © 李泉(Sam Lee)/Yong

Potong, Bangkok, Thailand

Das Potong befindet sich in einem über 100 Jahre alten sino-portugiesischen Gebäude in Bangkoks Chinatown, das einst eine sino-thailändische Apotheke beherbergte.
Heute, über fünf Ebenen neu interpretiert, bleiben Spuren seiner Vergangenheit erhalten: Die frühere Apotheke wurde in einen Speisesaal umgewandelt, und eine Dachbar ist per Aufzug erreichbar. Das renommierte Degustationsmenü von Küchenchef Pichaya Soontornyanakij – auch bekannt als „Pam“ – schöpft aus der Kindheit und dem kulturellen Erbe, wobei sich die Gerichte im Rhythmus persönlicher Geschichten entfalten.
Die halb offene Küche und die gestufte Architektur erzeugen ein Gefühl von Bewegung und Kontinuität während des gesamten kulinarischen Erlebnisses.

Das Gebäude in Bangkoks Chinatown bewahrt den Grundriss der ehemaligen fünfstöckigen Apotheke, die einst von der Familie des Küchenchefs geführt wurde. © gastrofilm/Potong | © dofskyground/Potong
Das Gebäude in Bangkoks Chinatown bewahrt den Grundriss der ehemaligen fünfstöckigen Apotheke, die einst von der Familie des Küchenchefs geführt wurde. © gastrofilm/Potong | © dofskyground/Potong

Illustration Image: Ein verglaster Speisesaal ragt über die Alpengipfel hinaus und macht das ice Q durch seine unmittelbare Verbindung zur Berglandschaft besonders bemerkenswert. © Rudi Wyhlidal/ice Q

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